Stefan Wieder / Supply Management
 mit Schwerpunkt China 

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"Seit über 15 Jahren unterstütze ich große
Deutsche Unternehmen bei Produktionen in China"

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Wie seriös sind chinesische Unternehmen? 

Prinzipiell gibt es sehr viele vertrauenswürdige Unternehmen in China, d.h. es gibt aber viele Dinge zu beachten. Je nachdem welches Produkt Sie möchten oder welches Unternehmen Sie im Fokus haben, gibt es gewaltige Unterschiede.

Man kann chinesische Unternehmen in etwa drei Kategorien einteilen, zum Einen gibt es sehr viele kleine Betriebe in Form von Hinterhofwerkstätten oder vielleicht auch etwas größer die sich auf ein paar Produkte spezialisiert haben.

Dann gibt es mittelgroße Betriebe mit etwa 30 - 50 Mitarbeitern, die aber auch oft noch für uns Europäer "chaotische Verhältnisse" haben, angefangen von Arbeitssicherheit bis hin zum Produktionsablauf.

Und dann gibt es noch Großbetriebe, die recht neu erbaut sind und recht nah an europäischen Standards arbeiten. Diese Fabriken sind recht sauber, die Maschinen sind relativ neu und teilweise bestehen diese sogar aus europäischer oder japanischer Produktion, also Qualitätsmaschinen.
Diese Fabriken haben eigene Ingenieure, haben festgelegte Warengruppen oder fertigen Produkte strikt nach den Kundenvorgaben. Sie sind zum Großteil auch ISO-zertifiziert. Diese Betriebe sind meist auf Massenproduktion ausgelegt, also meist mit mindest Bestell-Stückzahl von 20.000  oder mehr pro Kundenauftrag im Jahr.

Nicht selten kommt man auch an vermeintliche Hersteller, die aber keine Hersteller sind, sondern sich nur dafür ausgeben und mit Waren handeln. Das muss nicht unbedingt ein Fehler sein, denn viele dieser Händler liefern auch wie bestellt, jedoch zahlen sie deren Marge mit, d.h. am besten ist, man kennt den Ursprungserzeuger. Sinn mach ein Zwischenhändler, wenn Ware aus verschiedenen Fabriken gebündelt order kombiniert und über einen einzigen Vertragspartner gekauft werden soll.

Wenn Sie in China etwas bestellen möchten und fragen sich, ob man dem Lieferanten trauen kann, was die Qualität und die Lieferung überhaupt betrifft ist einiges zu beachten. Generell ist es immer am besten, wenn man ein Muster bestellt, dies gilt ganz besonders für die kleineren Betriebe. Muster gibt es in den meisten Fällen leider nicht kostenlos, es wird oftmals das 3 bis 5 fachte den angebotenen Preis für das Muster berechnet. Die Frachtkosten müssen dann auch noch von ihnen getragen werden, hier kommt auch für eine kleine Musterlieferung schnell 100 USD für die Fracht zusammen.

Wenn sie bei einem Ihnen unbekannten Händler oder Unternehmen in China eine "Erstbestellung" machen möchten, empfiehlt es sich max. € 1.000,- dafür zu zahlen, eine Summe die Sie bei Verlust nicht sehr schmerzt. Denn Sie können z.B. auch auf Betrüger hereinfallen. Leider nehmen Chinesen immer nur Vorkasse, vorher passiert nichts!

Es gibt wenig über die einzelnen Betriebe zu recherchieren im Internet, es gibt für die kleinen Unternehmen weder eine "Finanzauskunft" noch sonstiges, d.h. es wird ein Blindflug. Jedoch, wie oben beschrieben, gibt es sehr viele seriöse Kleinunternehmen, die auch so liefern wie bestellt bzw. bemustert wurde.

Es ist immer sinnvoll mit den Lieferanten eine engere Lieferantenbeziehung als in Europa üblich aufzubauen, es fällt dann einfacher kleine Probleme später freundschaftlich zu lösen oder Konditionen noch einmal zu verhandeln.

Sie sollten auf jeden Fall immer Bilder von dem Produkt anfordern, am besten kurz vor dem Versand, damit Sie sehen, was Sie bekommen.

Bei den größeren Fabriken laufen die Dinge sehr seriös ab, sie sind sehr vom europäischen Markt abhängig und wissen was es bedeuten kann, wenn die Kunden unzufrieden sind und den Hersteller wechseln.
Oft werden hier Aufträge mit einem sog. LC (Letter of Credit) gemacht, d.h. der Auftragswert wird treuhändlerisch bei Ihrer Hausbank hinterlegt. Ein vom Hersteller unabhängiges chinesisches Unternehmen, das sich auf Produktinspektionen spezialisiert hat prüft die Ware, ob diese entsprechend des Vertrages in entsprechender Stückzahl hergestellt wurde und gibt dann das OK an Sie.


Übrigens ist in China auch z.B. der TÜV oder SGS vertreten, der solche Prüfungen macht.

Als Fazit:
Für das Erstgeschäft, gerade bei kleineren Betrieben oder Händlern muss man schon etwas risikobereit sein, jedoch wenn sich die Investitionssumme für das Erstgeschäft in Grenzen hält, ist das ein akzeptabler Weg.

Bei größeren Unternehmen werden sehr detaillierte Verträge ausgehandelt und abschließende Abnahmen gemacht.


Wir bieten Ihnen auch an, dass eine unserer Kontaktpersonen in China, mit denen wir viele Jahre zusammen arbeiten, bei Ihrem "Wunsch-Betrieb" vorbeischaut und sich ein Bild davon macht. Sie bekommen (auf Englisch) einen Bericht mit Bildern und einer Einschätzung. Die Kosten hierfür liegen je nach Entfernung von unserem Partner in China zwischen ca. € 500,- und € 1.200,- inkl. Reisekosten (Flug/Bahn).

Sprechen Sie mich gerne hierzu an!